
Wildblumenwiese anlegen
Aussaatzeit, Regiosaatgut, Boden und Mahd: so entsteht eine Wiese für Insekten und Vögel.
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Igel fressen Insekten, keine Körner und keine Milch. So füttern Sie richtig zu, wenn es wirklich nötig ist.
Redaktion Vogelfutterhaus-RatgeberAktualisiert am So vergleichen wir
Igel sind Insektenfresser und fressen Käfer, Raupen, Würmer und Schnecken. Zufüttern ist nur bei dünnen Tieren sinnvoll, mit Katzen-Nassfutter, ungewürztem Ei oder Fleisch. Milch, Obst und Vogelfutter sind ungeeignet.
Ein Igel im Garten ist ein Glücksfall. Doch gut gemeint ist beim Füttern nicht immer gut gemacht. Viele Menschen stellen eine Schale Milch hin oder streuen Körner aus. Beides schadet den Tieren. Dieser Beitrag zeigt, was Igel natürlich fressen, wann Sie zufüttern dürfen und wie eine sichere Futterstelle aussieht.
Die Empfehlungen stammen von Naturschutzverbänden und Igelhilfen. Wer dauerhaft eine Vogelfütterung betreibt, findet passende Ausstattung unter Futterstellen für Wildvögel und Gartentiere im Überblick. Für Igel gelten allerdings eigene Regeln.
Igel sind Insektenfresser und ernähren sich vor allem von Käfern, Raupen, Regenwürmern und Schnecken. Laut einer Info des BUND suchen sie nur zwischen Dämmerungsbeginn und Morgengrauen nach Nahrung und legen dabei bis zu fünf Kilometer zurück. Pro Igel e. V. betont, ihre Nahrung müsse reich an Eiweiß und Fett sein. Pflanzliche Kost können Igel nicht verdauen.
Gesunde Tiere finden in einem naturnahen Garten meist genug. Das Angebot an Insekten hängt von Laubhaufen, Hecken und ungemähten Ecken ab. Wer Igeln helfen will, schafft deshalb zuerst Lebensraum. Zufüttern ist nur die zweite Wahl.
Zufüttern ist nur in bestimmten Situationen sinnvoll, nämlich wenn Igel zu leicht oder geschwächt sind. Ökotest fasst die Empfehlungen von Pro Igel, NABU und LBV so zusammen: Im Herbst brauchen spät geborene Jungtiere, säugende Weibchen und magere Tiere oft Hilfe. Im Winter sollten Sie einen dünnen Igel füttern, wenn die Temperatur unter 6 Grad liegt. Im Frühjahr hilft Futter bei Kälte und gefrorenem Boden.
Gut genährte Igel sollten Sie nicht füttern. Zusätzliches Futter kann ihren Rhythmus stören, sodass sie später in den Winterschlaf gehen. Junge Igel müssen außerdem lernen, selbst Nahrung zu finden. Eine große Schale jeden Abend verhindert das.
| Situation | Zufüttern? | Hinweis |
|---|---|---|
| Gesunder, rundlicher Igel im Sommer | Nein | Er findet selbst genug Insekten. |
| Spät geborene oder magere Igel im Herbst | Ja, abends | Dünne Tiere wirken langgestreckt mit eingefallenen Flanken. |
| Dünner Igel im Winter bei unter 6 Grad | Ja | Bei Schwäche oder Tagesaktivität eine Igelstation oder Tierarztpraxis kontaktieren. |
| Kaltes Wetter und gefrorener Boden im Frühjahr | Ja, vorübergehend | Bei milder Witterung wieder einstellen. |
| Extreme Hitze | Wasser statt Futter | Eine flache Schale mit frischem Wasser genügt. |
Ein Igel, der tagsüber torkelt, hustet oder teilnahmslos liegt, ist ein Fall für Fachleute. Füttern allein hilft hier nicht. Wenden Sie sich an eine Igelstation oder eine Tierarztpraxis.
Geeignet sind eiweißreiche, ungewürzte Speisen tierischer Herkunft. Pro Igel nennt hochwertiges Nassfutter für Katzen mit mindestens 60 Prozent Fleischanteil, ungewürztes Ei (hartgekocht oder als Rührei) sowie gekochtes Geflügel und gebratenes Hackfleisch. Der LBV Bayern schlägt für magere Tiere eine Mischung aus 100 Gramm Katzen-Nassfutter und zwei Esslöffeln Haferflocken oder Weizenkleie vor. Haferflocken bleiben aber nur eine Beigabe.
Reichen Sie das Futter weder heiß noch direkt aus dem Kühlschrank. Stellen Sie es am Abend hin, denn Igel sind nachtaktiv. Reste entfernen Sie am nächsten Morgen.
Igel vertragen Milchzucker nicht. Milch löst laut Pro Igel Durchfall aus und kann für die Tiere gefährlich werden. Das gilt für Milchprodukte insgesamt.
Auch diese Lebensmittel gehören nicht in die Schale: Obst, Gemüse, Nüsse, Brot und Speisereste. Pro Igel erklärt, dass Igel Pflanzenkost nicht verwerten. Auch eigens als Igelfutter verkauftes Trockenfutter empfehlen NABU und Pro Igel laut Ökotest nicht. Es enthält zu viele Kohlenhydrate und zu wenig Eiweiß. Wilde Schnecken und Regenwürmer können Parasiten tragen, deshalb sollten Sie diese nicht gezielt anbieten.
Igel fressen kein Vogelfutter, das sie verwerten könnten. Körner, Sonnenblumenkerne und Samen sind pflanzlich und passen nicht zu einem Tier, das Insekten verdaut. Nüsse stehen sogar auf der Liste der ungeeigneten Lebensmittel. Wenn Igel unter einer Vogelfutterstelle auftauchen, suchen sie dort meist Insekten und Würmer oder Futterreste. Fettfutter und Reste von Futtermischungen sollten Sie nicht für sie liegen lassen.
Umgekehrt gilt: Eine Futterstelle für Vögel zieht nachts oft andere Gäste an. Wie Sie Reste vermeiden, erklärt das Stichwort Bodenfütterung. Hygiene und Nagerschutz sind Thema unter Rattensicherung.
Eine gute Igel-Futterstelle schützt vor Katzen, Mardern und Regen. Ideal ist ein Igelfutterhaus, das Katzen und Marder fernhält. Die Redaktion empfiehlt dafür einen überdachter Kasten mit niedrigem, schmalem Eingang und einem Knick oder Labyrinth im Inneren, sodass Katzen nicht an die Schale kommen. Stellen Sie ihn an einen ruhigen, geschützten Platz.
Schmutzige Schalen können Krankheitserreger verbreiten. Ökotest rät deshalb, Futterschalen regelmäßig zu reinigen und Reste wegzuwerfen.
Auch für Vögel gilt: Futterstationen und Futtersilos lassen sich besser sauber halten als offene Schalen. Ausstattung und Vergleiche finden Sie unter Futterstationen im Vergleich. Mehr zur Frage, wann sich eine dauerhafte Fütterung lohnt, steht unter Ganzjahresfütterung.
Frisches Wasser ist für Igel wichtiger als Futter. Pro Igel empfiehlt flache, kippsichere Schalen aus Glas oder Porzellan. Der BUND rät, Tränken sauber zu halten und täglich frisches Wasser nachzufüllen. Teiche brauchen eine Ausstiegshilfe aus Steinen, Wurzeln oder einem schrägen Brett. Auch für Vögel eignen sich solche Stellen. Ideen für sichere Tränken finden Sie unter Vogeltränken und Nistkästen.
Die beste Hilfe ist ein Garten, der Nahrung und Unterschlupf bietet. Der BUND empfiehlt, Laub und Heckenschnitt unter einer Hecke abzulegen und heimische Sträucher sowie eine Blumenwiese anzulegen. Erste Anregungen zur Vogel- und Gartenfütterung liefert der Bereich Ratgeber.
Igel fressen Insekten, Würmer und Schnecken. Zufüttern ist nur bei Not sinnvoll, mit Katzen-Nassfutter, Ei und Fleisch, nie mit Milch, Obst oder Vogelfutter. Eine katzensichere Futterstelle und frisches Wasser gehören dazu.
Igel fressen vor allem Insekten, Käfer, Raupen, Regenwürmer und Schnecken. Sie sind nachtaktiv und suchen zwischen Dämmerung und Morgengrauen nach Nahrung. Ein naturnaher Garten mit Laubhaufen und Hecken bietet ihnen meist genug.
Ja, aber nur in bestimmten Situationen. Sinnvoll ist es bei mageren Tieren im Herbst, bei dünnen Igeln im Winter unter 6 Grad und bei Kälte im Frühjahr. Gesunde, runde Igel brauchen keine Zufütterung, und eine dauerhafte Fütterung kann ihren Rhythmus stören.
Vogelfutter ist für Igel nicht geeignet. Körner, Samen und Nüsse sind pflanzlich, und Igel können Pflanzenkost nicht verwerten. Sie brauchen eiweiß- und fettreiche tierische Nahrung.
Igel vertragen den Milchzucker nicht. Milch führt laut Pro Igel zu Durchfall und kann für die Tiere gefährlich sein. Bieten Sie stattdessen eine flache Schale mit frischem Wasser an.
Nutzen Sie ein überdachtes Igelfutterhaus mit schmalem Eingang, das Katzen und Marder fernhält. Stellen Sie es ruhig auf, füttern Sie nur abends und reinigen Sie die Schale täglich.
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