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Glossar

Was bedeutet Brutzeit bei Gartenvögeln?

Von Frühjahr bis Spätsommer ziehen Vögel ihre Jungen auf. Was jetzt Rücksicht verlangt.

Redaktion Vogelfutterhaus-RatgeberAktualisiert am So vergleichen wir

Kurz beantwortet

Die Brutzeit ist der Zeitraum, in dem Vögel Nest bauen, Eier bebrüten und Junge aufziehen. Bei heimischen Gartenvögeln reicht sie vom Frühjahr bis in den Spätsommer; zwischen 1. März und 30. September gelten Schnittverbote für Hecken.

Was bedeutet Brutzeit?

Die Brutzeit beginnt mit dem Nestbau und endet, wenn die Jungvögel selbstständig sind. Sie ist je nach Art verschieden lang und liegt bei den meisten Gartenvögeln zwischen Frühjahr und Spätsommer. Manche Arten brüten mehrmals, sodass Nester auch dann noch besetzt sein können, wenn Sie im Garten längst von ruhiger Zeit ausgehen.

Praxis: Rechtlicher Rahmen und Pflege

Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet es, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze zwischen dem 1. März und dem 30. September abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen. Schonende Form- und Pflegeschnitte, die nur den Zuwachs entfernen, bleiben erlaubt. Auf Nester sollten Sie auch bei diesen Arbeiten achten.

Nistkästen bereiten Sie vor dem Brutbeginn vor. Laut einem Verbraucherratgeber geschieht das in den letzten Wintertagen; gereinigt wird idealerweise im Herbst nach der Saison. Die Wikipedia-Seite zum Nistkasten empfiehlt, Kästen im Zeitraum September bis November zu kontrollieren, also gerade nicht während der Brut. Ruhe ist das Gebot: Brutplätze sollten möglichst ungestört bleiben.

Tipp

Halten Sie Katzen in der Brutzeit möglichst vom Garten fern und sichern Sie Kästen mit gutem Marderschutz.

Worauf achten?

  • Hecken: Keine radikalen Rückschnitte zwischen 1. März und 30. September.
  • Nistkästen: Nicht öffnen, solange sie besetzt sein könnten. Reinigung im Herbst, notfalls Ende Februar bis Anfang März.
  • Futter: Der LBV rät, im Winter durchgehend zu füttern; ob eine Ganzjahresfütterung sinnvoll ist, bleibt umstritten. Achten Sie in der warmen Jahreszeit besonders auf Hygiene.
  • Wasser: Eine saubere, flache Tränke wird auch im Sommer genutzt, siehe Vogelbad.
  • Ruhe: Halten Sie Abstand zu Nestern und stören Sie Bruten nicht, auch nicht aus Neugier.

Welche Kästen sich für die Saison eignen, erfahren Sie unter Nistkästen und Tränken. Wie Sie als Gartenbesitzer insgesamt vorgehen, beschreibt der Ratgeber.

Garten vorbereiten

Planen Sie Gartenarbeiten rund um die Brutzeit. Schneiden Sie Hecken im Herbst oder Winter, kontrollieren Sie Nistkästen im Herbst und hängen Sie neue Kästen vor dem Frühling auf. Lassen Sie Teile des Gartens verwildern, damit Insekten und Deckung entstehen, auf die brütende Vögel angewiesen sind. So verbinden Sie Pflege und Schutz, ohne die Tiere zu stören.

Auch Spaziergänge mit Hunden und das Rasenmähen am Gehölzrand können Nester gefährden. Prüfen Sie Gebüsch und Randstreifen kurz, bevor Sie loslegen, und lassen Sie Bereiche mit Nestern ungemäht. Wer Kinder im Haushalt hat, erklärt ihnen, warum man Nester nicht berührt: Die Altvögel kehren sonst womöglich nicht zurück.

Häufige Fragen

Wann ist Brutzeit?

Bei den meisten Gartenvögeln vom Frühjahr bis in den Spätsommer. Rechtlich wichtig ist der Zeitraum vom 1. März bis 30. September, in dem radikale Heckenschnitte verboten sind.

Darf ich in der Brutzeit Hecken schneiden?

Nur schonende Form- und Pflegeschnitte, die den Zuwachs beseitigen. Abschneiden, auf den Stock setzen oder Beseitigen von Gehölzen ist in dieser Zeit verboten.

Wann reinige ich Nistkästen?

Am besten im Herbst nach der Brutzeit, die Wikipedia nennt September bis November. Notfalls geht es Ende Februar bis Anfang März, bevor neue Bruten beginnen.

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