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Glossar

Was sind Mehlwürmer als Vogelfutter?

Mehlwürmer sind eiweißreiche Larven und bei vielen Gartenvögeln beliebt. So setzen Sie getrocknete oder lebende Mehlwürmer sinnvoll ein.

Redaktion Vogelfutterhaus-RatgeberAktualisiert am So vergleichen wir

Kurz beantwortet

Mehlwürmer sind die Larven des Mehlkäfers und ein beliebtes eiweißreiches Vogelfutter, getrocknet oder lebend erhältlich. Amseln, Rotkehlchen, Zaunkönige und Spechte nehmen sie gern an.

Was bedeutet Mehlwürmer?

Mehlwürmer sind keine Würmer im biologischen Sinn, sondern die Larven eines Käfers. Als Vogelfutter werden sie in zwei Formen verkauft: getrocknet in Beuteln oder lebend in Dosen. Beide Varianten zählen zum Insektenfutter und sind kleine Eiweißbomben.

Im NABU-Infopapier „Wer frisst was“ tauchen Mehlwürmer in den Listen mehrerer Arten auf: bei Amsel, Rotkehlchen und Grünspecht. Der NABU Baden-Württemberg ergänzt, dass Zaunkönige gern lebende Mehlwürmer fressen.

Praxis: Anbieten und Aufbewahren

Getrocknete Mehlwürmer streuen Sie in flache Schalen, mischen sie unter Haferflocken oder drücken sie in Futterkuchen. Lebende Tiere kommen in eine glatte Schale, aus der sie nicht entkommen. Beides gehört an eine geschützte, katzensichere Stelle, etwa auf einen niedrigen Futtertisch oder in eine Bodenfütterung mit Gitter.

Wann Mehlwürmer sinnvoll sind, hängt vom Anlass ab. Im Winter bieten sie Energie und Eiweiß, in der Brutzeit hilft ein kleines Angebot, wenn die natürliche Nahrung knapp ist. Dosieren Sie kleine Mengen, denn Vögel gewöhnen sich schnell an das Leckerli und sind dann nicht mehr an anderem Futter interessiert.

Worauf achten?

  • Getrocknete Ware kühl, trocken und luftdicht lagern.
  • Lebende Tiere kühl und gut belüftet halten, nicht in verschlossenen Tüten.
  • Schale täglich leeren und mit heißem Wasser reinigen.
  • Nur kleine Portionen anbieten, besonders bei Sonne.
  • Verlassen wirkende Jungvögel nicht selbst füttern; die Altvögel kümmern sich meist weiter.
Tipp

Wer Weichfutterfresser wie die Amsel anlocken möchte, kombiniert Mehlwürmer mit Rosinen, Haferflocken und etwas Obst in einer Bodenschale.

Lebend oder getrocknet: die Wahl

Lebende Mehlwürmer bewegen sich, das reizt viele Insektenfresser und lockt Zaunkönig und Rotkehlchen eher an. Dafür müssen sie kühl lagern, regelmäßig versorgt und in einer glatten Schale angeboten werden. Getrocknete Ware ist unkomplizierter, haltbar und leicht zu mischen, dafür weniger auffällig. Für den Alltag eignet sich daher ein Vorrat getrockneter Würmer, der gelegentlich um lebende Tiere ergänzt wird. Notieren Sie, was gefressen wird, und passen Sie die Menge an, statt auf Vorrat zu füttern.

Gehen Sie sparsam mit dem Angebot um. Mehlwürmer sind ein Leckerbissen, keine Grundnahrung. Bieten Sie daneben immer auch Körner oder Weichfutter an, damit die Ernährung ausgewogen bleibt.

Welche Mischungen zusätzliche Mehlwürmer enthalten, sehen Sie bei den Wildvogelfutter-Empfehlungen. Mehr zur Verwandtschaft: Weichfutterfresser. Praktische Alltagstipps bietet unser Ratgeber Vögel füttern auf dem Balkon, alle Begriffe im Glossar.

Häufige Fragen

Sind getrocknete Mehlwürmer genauso gut wie lebende?

Beide liefern Eiweiß. Lebende Tiere sind attraktiver für Zaunkönig und Rotkehlchen, getrocknete sind einfacher zu lagern und zu dosieren.

Brauchen Vögel Mehlwürmer unbedingt?

Nein. Sie sind ein Zusatz, kein Muss. Ein naturnaher Garten mit Insekten ersetzt sie am besten.

Welche Vögel fressen Mehlwürmer?

Laut NABU unter anderem Amsel, Rotkehlchen, Zaunkönig und Grünspecht.

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