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Eine Stunde zählen, die höchste Zahl je Art notieren, melden: So funktioniert die Mitmachaktion von NABU und LBV.
Redaktion Vogelfutterhaus-RatgeberAktualisiert am So vergleichen wir
Bei der Stunde der Wintervögel von NABU und LBV zählen Sie im Januar eine Stunde lang Vögel. Notieren Sie je Art die höchste Zahl, die Sie gleichzeitig sehen, und melden Sie das Ergebnis online.
Eine Stunde, ein Fensterplatz und eine Tasse Tee: Mehr brauchen Sie nicht, um bei der größten wissenschaftlichen Mitmachaktion für Wintervögel dabei zu sein. Die Zählung liefert Naturschutzverbänden Daten darüber, wie es den Vögeln in Gärten und Parks geht. Dieser Beitrag erklärt den Ablauf, die Zählregeln und die Arten, die Sie am häufigsten sehen werden.
Wer dabei Gäste am Futterplatz beobachtet, braucht dafür nicht viel. Ein gut platziertes Vogelfutterhaus macht das Zählen leichter, ist aber keine Pflicht. Auch Vögel im Park oder auf dem Balkon zählen mit.
Die Stunde der Wintervögel ist eine bundesweite Zählaktion von NABU und LBV, bei der Teilnehmende eine Stunde lang Vögel beobachten und melden. Sie findet jährlich im Januar statt, in der Regel an einem Wochenende. Frühere Zählwochenenden lagen zum Beispiel am 5. bis 7. Januar und am 8. bis 10. Januar. Den genauen Termin der nächsten Aktion geben NABU und LBV auf ihren Aktionsseiten bekannt.
Die Beteiligung ist groß. Laut NABU zählten bei der Aktion vor der elften Auflage mehr als 143.000 Menschen mit. Bei der elften Auflage waren es nach NABU-Angaben über 236.000.
Sie zählen eine Stunde lang und notieren je Art die höchste Anzahl, die Sie gleichzeitig sehen. Der NABU nennt dafür einen ruhigen Beobachtungsplatz, etwa am Fenster, im Garten, auf dem Balkon, am Futterplatz oder im Park. So vermeiden Sie, dass hin- und herfliegende Vögel doppelt gezählt werden.
Zählen Sie nur, was Sie sicher erkennen. Auch ein Ergebnis mit wenigen Vögeln hilft den Verbänden. Unsichere Funde lassen Sie lieber weg, statt zu raten.
Der LBV in Bayern führt neben der Online-Meldung eine kostenlose Telefonnummer, unter der Sie Ihr Ergebnis an den Zähltagen durchgeben können. Die Verbände nennen die aktuellen Meldewege jeweils vor der Aktion.
Am häufigsten melden Teilnehmende den Haussperling. Bei der elften Aktion lag er laut NABU mit 6,87 Vögeln pro Garten auf Platz eins. Dahinter folgten Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise und Amsel. Die Reihenfolge schwankt von Jahr zu Jahr, doch Meisen und Sperlinge liegen fast immer vorn.
| Platz | Art | Woran Sie sie erkennen |
|---|---|---|
| 1 | Haussperling | Männchen mit grauem Scheitel und schwarzem Latz, Weibchen unauffällig braun |
| 2 | Kohlmeise | Gelbe Brust mit schwarzem Längsstrich, schwarzer Kopf mit weißen Wangen |
| 3 | Feldsperling | Braune Kappe, schwarzer Fleck auf der weißen Wange |
| 4 | Blaumeise | Blaue Kappe, blaue Flügel und Schwanz, gelbliche Unterseite |
| 5 | Amsel | Männchen schwarz mit gelbem Schnabel, Weibchen dunkelbraun |
Die Merkmale in der Tabelle sind Allgemeinwissen aus Bestimmungsbüchern. Die Platzierung stammt aus der genannten NABU-Auswertung. Welche Arten bei Ihnen ans Futter kommen, hängt von Standort und Angebot ab. Körnerfresser wie Finken kommen eher an Streufutter, Meisen lieben Fettfutter und Meisenknödel.
Achten Sie auf Größe, Schnabelform, Färbung und Verhalten. Der Schnabel verrät viel: Dicke, kurze Schnäbel gehören Körnerfressern wie Sperlingen und Finken, schlanke Schnäbel Insektenfressern wie dem Rotkehlchen. Mehr zu den Begriffen finden Sie unter Körnerfresser.
Wer zählt, sieht auch Rückgänge. Laut den Verbänden dient die Zählung dazu, Bestandsveränderungen über Jahre zu erkennen. Ihre Meldung ist damit Teil einer langen Datenreihe.
Vorbereitung heißt vor allem: ein sauberer Futterplatz. Reinigen Sie Futterhaus oder Futtersäule vor der Zählung, damit sich Krankheitserreger nicht verbreiten. Die Naturschutzverbände empfehlen kein Brot und keine gesalzenen oder gewürzten Reste. Ob Sie im Winter dauerhaft füttern, ist unter Fachleuten umstritten. Mehr dazu erklärt der Begriff Ganzjahresfütterung.
Für die Zählung selbst müssen Sie nicht füttern. Auch ein Blick in die Hecke, auf Sträucher oder auf Beerensträucher zählt. Passende Futterorte finden Sie mit dem Futterplatz-Finder.
Die häufigsten Fehler sind Doppelzählungen und Schätzungen. Wenn eine Kohlmeise fünfmal anfliegt, zählt sie einmal, solange Sie nicht mehrere gleichzeitig sehen. Notieren Sie nur, was Sie wirklich beobachten. Zählen Sie keine Vögel, die weit entfernt oder nur als Silhouette zu sehen sind, wenn Sie die Art nicht sicher bestimmen können.
Im Mai folgt übrigens die Schwesteraktion „Stunde der Gartenvögel“. Wer im Winter mitmacht, kann den Vergleich zwischen den Jahreszeiten selbst ziehen.
Die Aktion eignet sich gut für Familien. Kinder lernen, genau hinzusehen und Zahlen zu notieren. Geben Sie jedem eine Art, auf die es achten soll, etwa die Amsel oder die Blaumeise. Der NABU bietet neben der Hauptaktion ein Angebot für Schulen an, das in der Woche darauf läuft. Praktische Anregungen zur Wildvogelfütterung bündelt unser Ratgeber-Bereich.
Die Stunde der Wintervögel braucht eine Stunde, Aufmerksamkeit und eine Meldung. Zählen Sie je Art die höchste gleichzeitige Zahl, bleiben Sie ehrlich bei unsicheren Funden und melden Sie auch ein leeres Ergebnis.
Die Aktion läuft jährlich im Januar, meist an einem Wochenende. Frühere Zählwochenenden waren der 5. bis 7. und der 8. bis 10. Januar. Das genaue Datum der nächsten Aktion geben NABU und LBV auf ihren Aktionsseiten bekannt.
Sie beobachten eine Stunde lang und notieren je Art die höchste Anzahl, die Sie gleichzeitig sehen. Zahlen aus verschiedenen Zeitpunkten addieren Sie nicht, damit kein Vogel doppelt zählt.
Bei der elften Aktion führte der Haussperling mit 6,87 Vögeln pro Garten, gefolgt von Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise und Amsel. Die Reihenfolge ändert sich von Jahr zu Jahr leicht.
Nein. Sie können im Garten, auf dem Balkon, am Fenster oder im Park zählen. Ein Futterplatz erhöht die Chance auf Beobachtungen, ist aber keine Voraussetzung.
Sie melden online auf der Aktionsseite oder über die NABU-App Vogelwelt. In den Zähltagen gab es außerdem eine kostenlose Telefonnummer. Die aktuellen Meldewege stehen jeweils bei NABU und LBV.
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