
Weichfutterfresser
Amsel, Rotkehlchen und Zaunkönig: Vögel mit weichem Futterbedarf und passende Futterstellen.
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Rotkehlchen, Hausrotschwanz und Bachstelze brauchen keine Höhle, sondern eine halb offene Nische.
Redaktion Vogelfutterhaus-RatgeberAktualisiert am So vergleichen wir
Halbhöhlenbrüter sind Vögel, die ihr Nest in einer Nische mit offener Front bauen statt in einer geschlossenen Höhle. Typische Arten sind Rotkehlchen, Hausrotschwanz, Bachstelze und Grauschnäpper.
Der Begriff beschreibt eine Mischform. Die Vögel suchen kein enges Loch, sondern eine geschützte Nische mit offener Vorderseite: eine Mauerspalte, einen Hohlraum unter dem Dachvorsprung, eine Astgabel hinter Efeu. Dort sitzt das Nest überdacht, aber nicht völlig verborgen. Zu den Arten, die solche Plätze nutzen, zählen Rotkehlchen, Hausrotschwanz, Bachstelze und Grauschnäpper.
Handelsübliche Nischenkästen haben statt eines runden Einfluglochs eine halb offene Front. Anders als bei Höhlenbrütern spielt der Lochdurchmesser keine Rolle, entscheidend sind Dach, Rückwand und der freie Zugang für die Altvögel. Die Wikipedia-Seite zum Nistkasten weist darauf hin, dass Bruten in Halbhöhlen häufig Fressfeinden zum Opfer fallen. Der Standort ist daher wichtiger als bei geschlossenen Kästen.
BirdLife Österreich empfiehlt, Halbhöhlen an Gebäuden möglichst hoch anzubringen, am besten unter einem Dachüberstand und mit freiem Anflug. In Gärten funktionieren sie auch gut in dichtem Bewuchs, solange Katzen und Marder sie nicht erreichen. Mehr über Abwehr von unten lesen Sie im Eintrag Marderschutz.
Eine offene Front bedeutet offene Flanke. Hängen Sie Nischenkästen nicht in Reichweite von Katzensprüngen und nicht auf Augenhöhe an einen freistehenden Pfosten.
Wenn Sie beide Formen anbieten, erweitern Sie die Zahl der möglichen Gäste erheblich. Eine Auswahl finden Sie bei den Nistkästen und Tränken.
Nicht jeder Halbhöhlenbrüter braucht einen Kasten. Efeu an der Hauswand, Reisighaufen und dichte Kletterpflanzen bieten Nischen, in denen Vögel selbst bauen. Lassen Sie solche Strukturen stehen, solange keine Gefahr von ihnen ausgeht. Ein Kasten ergänzt das Angebot, ersetzt es aber nicht. Wichtig bleibt in jedem Fall, dass Katzen keinen leichten Zugang haben und die Nische während der Brut ungestört bleibt.
Sinnvoll ist es, Nischenkästen nicht neben Meisenkästen zu platzieren. Die Arten brauchen jeweils eigene Reviere, und Streit um Plätze schadet den Bruten. Verteilen Sie die Kästen im Garten, sodass jede Art ihren Bereich findet. Notieren Sie, wo Sie welche Form aufgehängt haben, und prüfen Sie im Herbst, ob Nistmaterial vorhanden war. Das zeigt, ob der Platz angenommen wurde.
Rotkehlchen, Hausrotschwanz, Bachstelze und Grauschnäpper nehmen halb offene Nischen an. Der Gartenrotschwanz braucht dagegen laut NABU einen Kasten mit ovalem Loch.
Möglichst hoch und geschützt, etwa unter einen Dachüberstand, mit freiem Anflug. Wichtig ist, dass Katzen und Marder nicht bis zum Nest greifen können.
Nein. Sitzstangen können Krähen und Elstern den Zugang zu Nestlingen erleichtern. Der offene Rand reicht den Altvögeln als Landeplatz.
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