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Glossar

Was sind Höhlenbrüter?

Meisen, Kleiber und Stare ziehen ihre Jungen in Höhlen groß. Was das für Nistkästen bedeutet.

Redaktion Vogelfutterhaus-RatgeberAktualisiert am So vergleichen wir

Kurz beantwortet

Höhlenbrüter sind Vogelarten, die ihre Jungen in geschlossenen Höhlen aufziehen, zum Beispiel in Baumhöhlen oder Nistkästen. Dazu zählen Meisen, Kleiber, Stare und Sperlinge.

Was bedeutet Höhlenbrüter?

Höhlenbrüter bauen ihr Nest nicht frei in Zweigen, sondern in einem geschützten Hohlraum. Das kann eine Baumhöhle sein, ein Mauerloch oder ein Nistkasten. Der geschlossene Raum hält Regen, Wind und viele Fressfeinde ab. Der Preis dafür: Die Tiere sind auf passende Hohlräume angewiesen, und die fehlen in aufgeräumten Gärten oft.

Praxis: Welche Arten Nistkästen annehmen

In Nistkästen mit Loch brüten Blaumeise, Tannenmeise, Haubenmeise, Sumpfmeise und Weidenmeise, außerdem Kohlmeise, Feldsperling, Haussperling, Kleiber, Trauerschnäpper und Star. Der Gartenrotschwanz nimmt laut NABU ein ovales Loch an. Jede Art hat ihr eigenes Maß, das Sie im Eintrag zum Einflugloch in einer Tabelle finden.

Wichtig sind Material und Wandstärke. BirdLife Österreich rät zu mindestens zwei Zentimeter dickem Holz oder zu Holzbeton, weil Kunststoff, Dachpappe und Metall schlecht isolieren und belüften.

Hintergrund

Hängen Sie Kästen dort auf, wo Vögel ungestört anfliegen können und Katzen schlecht herankommen. Der NABU nennt zwei bis drei Meter Höhe, Halbschatten und eine Ausrichtung weg von der Wetterseite.

Worauf achten?

  • Passendes Loch: Das Maß entscheidet über die Art, nicht die Optik des Kastens.
  • Standort: Nicht in die pralle Sonne, nicht zur Wetterseite. Dach und leichte Neigung nach vorn helfen gegen Nässe.
  • Pflege: Kontrollieren und säubern Sie Kästen einmal im Jahr nach der Brutsaison, in der Regel im Herbst. Tragen Sie dabei Handschuhe und einen Mundschutz.
  • Entwässerung: Kleine Löcher im Boden lassen Regenwasser abfließen und sorgen für Luft.
  • Schutz: Mit der richtigen Konstruktion bleiben Marder und Katzen draußen, mehr dazu bei Marderschutz.

Wer Arten sucht, die statt eines Lochs eine offene Front brauchen, liest den Eintrag zu den Halbhöhlenbrütern. Passende Kästen stehen unter Nistkästen und Tränken.

Mehrere Kästen, mehrere Arten

Wer verschiedene Höhlenbrüter fördern möchte, hängt Kästen mit unterschiedlichen Lochweiten auf. Meisen und Stare konkurrieren um Plätze, daher sollten Kästen nicht dicht beieinander hängen. Planen Sie die Standorte so, dass sich Anflugwege nicht kreuzen. Ein Kasten mit 26 bis 28 Millimetern zieht nur kleine Meisen an, einer mit 45 Millimetern spricht Stare an. So entsteht ein abwechslungsreiches Angebot.

Am Ende zählt nicht nur der Kasten, sondern das Umfeld. Heimische Sträucher liefern Insekten für die Jungenaufzucht, alte Obstbäume bieten natürliche Höhlen. Wer Totholz und ungemähte Randstreifen zulässt, verbessert die Chance, dass die Kästen bewohnt werden. Ergänzen Sie das Angebot mit einer sauberen Tränke, denn nahe Wasserstellen erleichtern die Aufzucht.

Häufige Fragen

Welche Vögel sind Höhlenbrüter?

Zu den Höhlenbrütern im Garten gehören Meisen, Kleiber, Stare, Feld- und Haussperlinge, Trauerschnäpper und Gartenrotschwanz. Sie nutzen Baumhöhlen und passende Nistkästen.

Wann reinige ich einen Nistkasten?

Am besten im Herbst nach der Brutsaison. Notfalls geht es noch Ende Februar bis Anfang März, bevor neue Bruten beginnen.

Warum gibt es zu wenige natürliche Höhlen?

In aufgeräumten Gärten und Siedlungen fehlen alte Bäume und Mauerlöcher. Ein Nistkasten ersetzt diese Hohlräume zumindest teilweise.

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